Zahnimplantate auch für Allergiker
Metallfreier Zahnersatz statt Titan
Seit 30 Jahren gelten Implantate aus Titan als der Standard in der Zahnmedizin. Doch die Erfahrung hat gezeigt, dass der Werkstoff bei Unverträglichkeit für gesundheitliche Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Müdigkeit verantwortlich sein kann. Seit neuestem gibt es eine schonende Alternative: komplett metallfreie Implantate aus Keramik, dem sog. Zirkoniumdioxid (kurz: Z-Lock-Implantat).
Titan hat die Eigenschaft, mit Sauerstoff eine schützende Oxidschicht auf der Oberfläche zu binden. Deshalb galt der Werkstoff über Jahrzehnte als besonders gut verträglich. „Nicht von der Hand zu weisen ist allerdings, dass Titan als Metall Bestandteile an den Körper abgibt“, erklärt Dr. med. dent. Wolfgang H. Koch vom Forum Natürliche Zahngesundheit. Menschen mit geschwächtem Immunsystem, unzureichender Energielage, eingeschränkter Entgiftungsfähigkeit und Allergiker beispielsweise können empfindlich auf Titan-Implantate reagieren. Vor ihrem Einsatz sollten Patienten daher genauestens auf die Verträglichkeit untersucht werden.
Keramik-Implantate: bruchfest und gut verträglich
Betroffene Patienten können u.a. Unverträglichkeitsreaktionen wie Hautausschlag zeigen. Kopfschmerzen, Allergien, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen sind weitere Symptome, die auf eine Unverträglichkeit schließen lassen. Nicht zu vergessen: Durch Umweltbelastungen wie Mobiltelefone, Mikrowellen oder Bildschirme ist der Mensch zunehmend elektromagnetischen Strahlungen ausgesetzt. Metalle im Körper können: dabei wie Antennen wirken. Die Folge kann eine Schwächung des Immunsystems sein. Wer zu den Risikogruppen zählte, musste bislang vollständig auf ein Implantat verzichten. Mit dem Z-Lock-Implantat gibt es neuerdings eine komplett metallfreie Alternative, die beste Verträglichkeitswerte aufweist. Erst Mitte 2004 wurde das erste und bislang einzige Zirkoniumdioxid-Implantat zugelassen und zertifiziert. Bereits früher setzten Zahnärzte Keramik-Implantate ein, da diese hervorragend in den Kieferknochen herein wuchsen. Die damaligen Modelle waren jedoch spröde und bruchgefährdet. „Die Zeit war einfach noch nicht reif“, erklärt Dr. Wolfgang H. Koch. Das hat sich grundlegend geändert: Das Z-Lock-Implantat besticht durch außerordentliche Eigenschaften wie hohe Biegefestigkeit und Härte. Bereits in der Medizin bei Gehör-, Finger- und Hüftprothesen sowie in der Zahnmedizin bei Kronen- und Brückenversorgungen hat sich der Werkstoff bestens bewährt. „Verschiedene klinische Studien zeigen eine Erfolgsquote von über 97 %. Ein Wert, der mit dem von Titan-Implantaten vergleichbar ist“, erklärt Dr. Koch, der in seiner Praxis für ganzheitliche ZahnMedizin in Herne die erste metallfreie Implantologie im Ruhrgebiet anbietet. „Auch die Kronen bestehen aus der bruchfesten Keramik. So ist alles aus einem Guss – ohne Metalle.“
Nicht nur gesund, sondern auch ästhetisch
Der wesentliche Vorteil ist aber, dass das Material keinerlei Bestandteile an die Umwelt abgibt. Z-Lock-Implantate vertragen sich außerordentlich gut mit dem menschlichen Weichgewebe. Dr. Koch: “Die Schleimhaut verwendet Zirkonoxid als Leitschiene, um daran hoch zu wachsen. Somit wird die Bildung von neuem Gewebe sogar unterstützt.“ Nicht zu vergessen: Z-Lock-Implantate stellen höchste Ansprüche an Ästhetik und Natürlichkeit. Von natürlichen Zähnen ist der künstliche Zahnersatz nicht mehr zu unterscheiden.