Quecksilber und Autismus: Zunehmende Beweise?

Posted on 21. April 2008. Filed under: Metallfreier Zahnersatz, Umwelt-ZahnMedizin | Tags: , |

Joachim Mutter, Johannes Naumann, Rainer Schneider, Harald Walach und Boyd Haley

Die Ursachen für Autismus und neuronale Entwicklungsstörungen sind unbekannt. Anscheinend sind genetische und umweltbedingte Risikofaktoren beteiligt. Aufgrund des beobachteten Anstiegs von Autismusfällen in den letzten Jahrzehnten parallel zu einer steigenden Quecksilberbelastung wurde vermutet, Autismus könne teilweise durch Quecksilber hervorgerufen werden. Wir überprüften die Beweislage für diesen Zusammenhang. Verschiedene epidemiologische Studien fanden eine Korrrelation zwischen einer Quecksilberbelastung durch Thimerosal, einem Konservierungsmittel für Impfstoffe, und einem Risiko für Autismus, andere bestätigten dieses nicht. Kürzlich wurde bekannt, dass autistische Kinder während der Schwangerschaft einer höheren Quecksilberbelastung aus dem Zahnamalgam und aus Impfungen der Mutter mit Thimerosal enthaltenen Immunglobulinen ausgesetzt waren. Hinzu kam die Hypothese auf, dass autistische Kinder eine verringerte Entgiftungskapazität aufgrund genetischer Polymorphismen aufweisen könnten. In vitro hemmen Konzentrationen von Quecksilber und Thimerosal, wie sie einige Tage nach einer Impfung auftreten, die Methioninsynthetase (MS) um 50 %. Ein normales Funktionieren von MS ist entscheidend für biochemische Schritte, die für die Hirnentwicklung, die Aufmerksamkeitsleistung und für die Produktion von Glutathion notwendig sind, einem wichtigen antioxidativen und entgiftende Agens. Bei Mäusen, die anfällig für Autoimmunerkrankungen sind, führten wiederholte Gaben von Thimerosal zu Verfallserscheinungen des Neuroverhaltens, in vitro zu gesteigertem oxidativen Stress und zu sinkendem intrazellularen Gehalt an Glutathion. Autistische Kinder weisen signifikant verringerte Konzentrationen an reduziertem Glutathion auf. Vielversprechende Behandlungen schließen daher die Quecksilberentgiftung von und ergänzende Gaben der mangelnden Metaboliten ein.

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