Bei Fibromyalgie-Syndrom, häufig auch Zahn- und Kieferschmerzen

Posted on 14. August 2008. Filed under: Umwelt-ZahnMedizin | Tags: , , , , |

Die Fibromyalgie ist das Chamäleon unter den Krankheiten. Schmerzen, die willkürlich kommen und gehen, die mal in den Schultern, mal in den einen, mal überall gleichzeitig auftreten, Schmerzen die depressiv machen, den Schlaf rauben, die heute da sind, morgen weg sind, Schmerzen, die so heftig sind, dass schon das Aufstehen schwierig wird, die einen Tag später aber überstanden scheinen, nur um übermorgen zurückzukehren. Knapp 2 Millionen Deutsche leiden unter einem solchen Schmerzbild. Eine lange ermüdende Odyssee von Arzt zu Arzt beginnt und irgendwann schließlich die Diagnose: „Weichteilrheuma – auch Fibromyalgie genannt.

Folgende Symptomatik stellt sich bei Fibromyalgie dar: tief empfundene Schmerzen an Muskeln und Sehnen; Begleitsymptome können Schlafstörungen, Reizblase, Reizdarm, Depression, Fatigue, Morgensteifigkeit, Schwellungsgefühl und Wortfindungsstörungen sein. Typisch sind das Fehlen von pathologischen Untersuchungsergebnissen und eine ausgeprägte Therapieresistenz.

Zur Symptomatik der Fibromyalgie gehören auch Schmerzen im Gesichtsbereich. Der Zahnarzt findet beim Fibromyalgie-Syndrom meist unklare Zahnschmerzen und Schmerzen im Kiefergelenk, Anspannung der Gesichtsmuskulatur sowie durch Bruxismus (Zähne pressen und/oder knirschen) bedingte Abrasion (Abrieb an den Zähnen). Der Leidensdruck der Patienten ist meist sehr hoch. Gelegentlich wird der Zahnarzt von den Patienten zur Zahnentfernung gedrängt.

Nur wenige Fibromyalgie-Patienten lassen ihren Biss überprüfen und tragen eine Aufbiss-Schiene (besonders bei der sog. cranio-mandibulären Dysfunktion (CMD)). Hier liegen noch Behandlungsreserven, die dem Patienten Erleichterung und Schutz vor Zahnabrieb bieten. Patienten, die Aufbiss-Schienen verwenden, erleben dies meistens als hilfreich.

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