Depression
Eine neuro-inflammatorische (-entzündliche) Erkrankung, die durch dentale Materialien ausgelöst werden kann Depressionen, Angststörungen, Reizbarkeit können die Folge sei.
Eine Vielzahl biochemischer und klinischer Daten belegen, dass das Eiweiß Tryptophan psychologische und psychiatrische Erkrankungen beeinflusst. Tryptophan wird unter physiologischen Bedingungen zu den Neuro-Hormonen Serotonin und Melatonin verstoffwechselt.
Die Verfügbarkeit von Tryptophan stellt den limitierenden Faktor der Synthese-Leistung dar. Wenn die Aufnahme über den Darm zu gering ist, z.B. bei chronisch entzündlicher Darmerkrankung oder durch ein Reizdarm-Syndrom, wird die Verfügbarkeit von Tryptophan reduziert. Dadurch wird die Synthese des Glückshormons Serotonin stark verringert. Die Folgen sind u.a. Darmträgheit, Schmerzen sowie Depressionen und Angstzustände.
Unabhängig davon kann eine Reihe immunologischer Reaktionen die Tryptophan-Umsatzrate erheblich reduzieren.
Zytokine (Entzündungsbotenstoffe) wie TNF- Alpha und Interferon-Alpha blockieren die Biosynthese von Tryptophan.
Was haben die dentalen Materialien damit zu tun?
Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass alle dentalen Materialien einem sog. Masseverlust unterliegen. Das bedeutet, dass aus jeder Brücke, jeder Krone, jeder Füllung, auch Kunststoff-Füllungen, die Bestandteile freigesetzt werden und ein Teil von ihnen vom Organismus aufgenommen werden, Diese Fremdstoffe werden sofort vom Immunsystem erkannt. Durch die sog. Fresszellen (Makrophagen) versucht das Abwehrsystem, die dentalen Bestandteile zu entsorgen. Dabei werden große Mengen der o.g. Entzündungsbotenstoffe freigesetzt. Diese wiederum hemmen den Serotonin- und Melatonin-Aufbau aus Tryptophan.
Zusätzlich blockieren diese Entzündungsbotenstoffe wichtige Hirnfunktionen. Neurobiologen konnten im Gehirn Rezeptoren nachweisen, an die sich die Entzündungsbotenstoffe anlagern.
Klinische Konsequenz
Bei Vorliegen einer Depression sollte auch an die dentalen Materialien gedacht werden. Mit Hilfe von Labor-Untersuchungen kann man individuell feststellen, ob die Patientin oder der Patient gefährdet ist. Liegt eine entsprechende Belastung vor, müssen besonders die Metalle konsequent entfernt werden und durch nichtmetallische Werkstoffe ersetzt werden.