Immun-Implantologie
Zahlreiche Patienten, die einen oder mehrere Zähne aufgrund von Parodontitis oder Unfall verloren haben, wünschen sich die Wiederherstellung eines schönen und ästhetischen Lächelns auf natürliche Art und Weise, ohne dass dafür weitere Zähne geopfert werden müssen. Durch die Implantation – einer der am besten erforschten Therapie in der Zahnheilkunde – verfügt die moderne Zahn-Medizin auch über die entsprechenden Möglichkeiten. Viele Menschen haben jedoch Angst vor Unverträglichkeitsreaktionen oder Allergien und befürchten, dass ihr Körper das Implantat wieder abstößt. Mit der Methode der Immun-Implantate wird die zahnärztliche Implantation noch sicherer. Für Risikopatienten, wie für chronisch Kranke oder ältere Patienten eröffnet sich durch diese Innovation häufig sogar erstmals überhaupt die Möglichkeit für Zahnimplantate.
Ästhetik und Lebensqualität bei höchster Sicherheit
Im Rahmen der Immung-Implantologie wird bei dem Patienten einige Wochen vor dem Eingriff ein inensiver Imun-Check durchgeführt. Ergibt die Auswertung der Untersuchungen, dass das Immunsystem stabil ist, lässt sich dies darauf schließen, dass in aller Regel bei dem Eingriff nicht mit Komplikationen wie Unverträglichkeits- oder Abstoßreaktionen gerechnet werden muss. Das sog. Screening-Immunprogramm gibt nicht nur ein umfassendes Bild über Zustand und Funktion des Immunsystems, sondern liefert zudem detaillierte Informationen über den allg. Gesundheitszustand (z.B. bestehende Veranlagung für Rheuma oder Arthrose, Vorliegen einer entzündlichen Darmerkrankung).
Deuten die Ergebnisse auf ein geschwächtes Immunsystem hin, so sollte ca. 8 Wochen vor der Implantation ein Immunprogramm zur Stabilisierung der Körperabwehr absolviert werden. Da die Analyse auch Informationen darüber bietet, wie stark die Schwächung ist und welche Stoffe dem Körper im einzelnen fehlen, ist es möglich eine ganz individuelle Immuntherapie zu entwickeln.
Bei einer stark ausgeprägten Immunschwäche ist ggf. die äußerliche Zufuhr von Immunstimulatoren angezeigt. Stoffe, die das Immunsystem trainieren. Durch die Einnahme solcher Präparate wird die körpereigene Abwehrleistung verbessert und die Stoffwechselfunktion angeregt. Sinnvoll ergänzt wird eine solche Therapie durch die Vitalstoffmedizin, bei der dem Körper zusätzliche Vitalstoffe wie Spurenelemente oder Vitamine zugeführt werden. Mit einem derartigen Immuntraining wird der Körper für die Implantate fit gemacht.
Verkürzung der Behandlungsdauer durch lokale Immuntherapie
Durch den Einsatz natürlicher Immunfaktoren, die aus dem Blut des Patienten konzentriert werden, kann zudem eine Verkürzung der Einheilzeit der Implantate erreicht werden. Ob beim Patienten die Möglichkeit einer verkürzten Behandlungsdauer durch den Einsatz der lokalen Immuntherapie (PRP) besteht, muss durch eine gründliche Voruntersuchung durch Immunologen und Implantologen ermittelt werden.
Für ein derartiges medizinisches Sicherheitskonzept bedarf es natürlich weit mehr als einer zahnärztlichen Untersuchung.