Peri-Implantitis vermeiden
Die Peri-Implantitis ist eine Entzündung des Implantatbettes mit der Folge des Knochenabbaus. In erster Linie wird Peri-Implantitis durch bakteriellen Zahnbelag hervorgerufen. Dabei kann der Knochenrückgang auch noch Jahre nach Einsatz des Implantats erfolgen. Risikofaktoren, die eine Entzündung begünstigen sind das Rauchen, Fehlernährung, Diabetes und massives Übergewicht. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass aus den Fettzellen Entzündungsbotenstoffe freigesetzt werden, die u.a. eine Implantatbett-Entzündung verursachen können.
Die beste Prävention wird durch eine intensive Mundhygiene geleistet. Die häusliche Mundpflege sollte durch eine professionelle Zahnreinigung, mindestens zweimal jährlich, ergänzt werden.
Auch der Implantologe kann seinen Teil zur Prävention beitragen. Implantologen verzichten gelegentlich etwa auf umfassende Diagnostik des Zahnfleisches und der Zähne, obwohl bei Erkrankungen im Mundraum eine Implantation erheblich beeinträchtigt werden kann. Eine bakterielle Entzündung des Zahnfleischs kann zum Beispiel dazu führen, dass sich die Bakterien in der Implantatwunde einnisten und eine weitere Entzündung hervorrufen. Vor der Implantation ist eine solche Entzündung aber leicht festzustellen und zu behandeln. Das gleiche gilt für eventuelle tote Zähne im Mund: auch von ihnen kann eine Infektion ausgehen, die sich in der Implantatwunde einnistet, sie müssen also vor der Implantation behandelt werden.